Verbot der Haltung von Pelztieren

Der Bundesrat verlangt auf Initiative Schleswig-Holsteins ein Verbot der Pelztierhaltung in Deutschland.

Pelztierhaltung zum Zweck der Pelzgewinnung soll verboten werden. So sieht es der Gesetzentwurf des Bundesrates vor, der auf Initiative Schleswig-Holsteins entstanden ist. “Die Haltung und das Töten von Pelztieren ist nicht mit dem im Grundgesetz verankerten Tierschutz vereinbar. Ein Pelzmantel ist kein elementares Grundbedürfnis, sondern ein schieres Luxusgut. Nerze, Biber und Füchse dafür in Gefangenschaft zu halten und dann zu töten ist, ist skandalös”, sagte Minister Dr. Robert Habeck. Für bestehende Anlagen soll es eine Übergangsfrist von zehn Jahren geben.

Bei Pelztieren handelt es sich insbesondere um Nerze, Füchse, Sumpfbiber (Nutria) und Chinchilla. Da der Domestikationsgrad dieser Wildtiere sehr gering ist, ist es schon fraglich, ob eine art- und verhaltensgerechte Haltung überhaupt möglich ist. Zwar wurden die Haltungsbedingungen 2006 über eine Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung auf Bundesebene verbessert, aber das verhindert nicht, dass die Tiere getötet werden.

(Bundesrat)